Formen ins Offene

Formen ins Offene. Zur Produktivität des Unvollendeten
Im Auftrag des Theodor-Fontane-Archivs hrsg. von Hanna Delf von Wolzogen und Christine Hehle
Berlin/Boston: Walter de Gruyter 2018. XV, 291 S.
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€ 89,95

Der Band versammelt Beiträge einer internationalen literaturwissenschaftlichen Tagung des Theodor-Fontane-Archivs Potsdam zum Fragment und zum Unvollendeten unter anderem bei Theodor Fontane, Ernst Barlach, Heinrich Heine und Georg Büchner. Die enthaltenen literatur- und sprachwissenschaftlichen Annäherungen, Blicke in Dichterwerkstätten und theoretischen Exkurse werden die Forschung nachhaltig beeinflussen.

Vorwort ‒ Orientierendes ‒ Rolf Parr: Eine kleine Revue literaturtheoretischer Logiken des Fragments ‒ Konrad Ehlich: Fragmente zur Pragmatik des Fragments – ein Versuch ‒ Heike Gfrereis: Unfertige Texte. Ein philosophisch-philologisches Problem zwischen Arabeske und Werk ‒ Werkstatt und Archive ‒ Hans Ester: Fontane und der Fortsetzungsroman ‒ Volker Probst: „... ich, dem beim Gang über die Straßen der Bleistift in der Hand vor Ungeduld zu tanzen begann.“ Ernst Barlachs Taschen- und Skizzenbücher als Steinbruch für das eigene Werk ‒ Petra S. McGillen: Poetische Mobilmachung im Textbaukasten. Fontanes Listen und die Kunst der Weiterverwendung – der Fall „Allerlei Glück“ ‒ Hanna Delf von Wolzogen: „Eine gefährliche Lektüre.“ Fontane liest Schopenhauer ‒ Christine Hehle: Von der allmählichen Verfertigung des Erzählers beim Schreiben. Zu Fontanes Erzählfragmenten ‒ Johann Holzner: „Von Fontane kenne ich wenig.“ Über Bruchstücke aus dem Nachlass Adolf Pichlers ‒ Werk als Paradigma? ‒ Jochen Strobel: ,Fragment‘ und Fragment als romantische Praxis um 1800 und in der Moderne (Novalis, Nietzsche, von der Wense) ‒ Patricia Howe: „Sonderbare, unverläßliche Welt“. Fontanes Fragmente zwischen Vormärz und Moderne ‒ Joseph A. Kruse: Von der großen Idee bis zur kleinen Form. Über Heines Fragmente ‒ Michael Ewert: Ins Offene und Weite denken. Zur Produktivität der kleinen Formen bei Fontane ‒ Burghard Dedner: Produktive Irrtümer. Büchners Woyzeck als Paradigma der Form ins Offene ‒ Hugo Aust: „...“ Abgebrochen auf der Höhe des Zitterns. Fontanes vollendetes „Fragment“ „Wangeline von Burgsdorf oder Die Weiße Frau“ ‒ Rüdiger Görner: Unterwegs zu einer Poetik des Unvollendeten