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Blogbeitrag27.11.2025

Archiv, aber anders

Das Theodor-Fontane-Archiv denkt sich neu

Wie bleibt ein Literaturarchiv lebendig? Wie gelingt es, das Bewahren mit dem Gestalten zu verbinden – und historische Bestände so zu vermitteln, dass sie gesehen werden und Interesse hervorrufen? Das Theodor-Fontane-Archiv stellt sich diesen Fragen unter anderem mit der neuen Öffentlichkeitskampagne Archiv, aber anders. Hier möchten wir zeigen, wie vielfältig, offen und zukunftsorientiert, wie »anders« die Arbeit mit und in einem Literaturarchiv heute auch sein kann.

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Arbeitsatmosphäre bei einem Hackathon am Theodor-Fontane-Archiv, Potsdam (2018), Foto: Juliane Heilmann

Mehr als Vergangenheit

 

Das Fontane-Archiv versteht sich als Hort des Historischen, aber eben nicht nur. Natürlich bewahren wir kostbare Dokumente, Handschriften und Zeugnisse aus Fontanes Leben und Werk – doch wir wollen uns nicht im Antiquarischen erschöpfen. Unsere Aufgabe ist es ebenso, Brücken zu schlagen: von Fontane zu aktuellen gesellschaftlichen Themen, von der Literaturgeschichte zu heutigen Fragestellungen, von gestern nach morgen.
Mit Archiv, aber anders zeigen wir, dass ein Archiv ein aktiver Ort des Denkens, Forschens und Gestaltens sein kann.

Vielfalt wertschätzen – Vielfalt ermöglichen

 

Kulturelle und gesellschaftliche Diversität ist für uns eine Haltung. Wir möchten Perspektiven öffnen, Zugänge erleichtern und Menschen einladen, die vielleicht auf den ersten Blick nicht unbedingt den Weg in ein Literaturarchiv finden würden. Vielfalt stärkt – sowohl die Forschung als auch den kulturellen Dialog.
Mit unserer Archiv-aber-anders-Kampagne machen wir sichtbar, wie unterschiedliche Stimmen und Erfahrungen unser Archiv bereichern und wie wir uns dafür einsetzen, diese Vielfalt zu fördern.

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Zwei Spaziergänger in Betrachtung der Fontane-Büste vor dem Theodor-Fontane-Archiv in der Villa Quandt, Potsdam (2023), Foto: Anna Busch
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Sommernachtskino am Theodor-Fontane-Archiv, Potsdam (2019), Verfilmung von »Effi Briest« mit Angelica Domröse und Dietrich Körner, 1968/1969, Foto: Anna Busch

Kulturarchive müssen sich verändern – immer wieder

 

Wir sind uns bewusst: Ein Archiv bleibt nur dann gesellschaftlich relevant, wenn es bereit ist, sich neu zu erfinden. Jede Zeit stellt neue Anforderungen, stellt neue Fragen und verlangt neue Formen der Vermittlung.
Archiv, aber anders ist deshalb auch ein Versprechen an uns selbst: offen zu bleiben, experimentierfreudig zu arbeiten und kritisch zu reflektieren, wie ein Kulturarchiv im 21. Jahrhundert aussehen kann.

Ein Slogan, viele Facetten

 

Mit unserer neuen Kampagne möchten wir die Breite und Lebendigkeit unserer Arbeit zeigen. Forschung, Vermittlung, Digitalisierung, Veranstaltungen, Sammlungsarbeit, kulturelle Bildung – all das gehört zum Theodor-Fontane-Archiv. Archiv, aber anders macht diese Vielfalt sichtbar und lädt dazu ein, das Archiv neu zu entdecken.

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Sommerfest am Theodor-Fontane-Archiv, Potsdam (2025), Foto: Gertraud Wolf

Postkarten

Die vier hier gezeigten Archiv-aber-anders-Motive sind Teil einer unabgeschlossenen Postkartenserie, die im Theodor-Fontane-Archiv vor Ort in der Villa Quandt erhältlich ist.

Empfohlene Zitierweise:

Archiv, aber anders. Das Theodor-Fontane-Archiv denkt sich neu, Blogserie Objekt des Monats. Hrsg. v. Theodor-Fontane-Archiv, 27.11.2025. URL: https://www.fontanearchiv.de/blogbeitrag/2025/11/27/archiv-aber-anders