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Kultur am Pfingstberg

40. Internationaler Museumstag: »Spurensuche. Mut zur Verantwortung!«
Sonntag, 21. Mai 2017, 13.00 bis 17.00 Uhr

Aus Anlass des 40. Internationalen Museumstags stellen sich die Institutionen entlang der Großen Weinmeisterstraße in Potsdam sowie deren Fördervereine unter dem Motto »Kultur am Pfingstberg« zum dritten Mal gemeinsam vor. Beteiligt sind

  • das Lepsiushaus Potsdam,
  • das Theodor-Fontane-Archiv,
  • die Gesellschaft der Freunde und Förderer des Theodor-Fontane-Archivs e.V.,
  • die Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße,
  • der Förderverein der Gedenk- und Begegnungsstätte Leistikowstraße,
  • der Förderverein Pfingstberg in Potsdam e.V. und
  • die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.

Geboten wird ein vielseitiges Programm mit Gesprächen, Führungen, einem Café und dem Verkauf antiquarischer Bücher.

Nutzen Sie die Gelegenheit, die Institutionen und Vereine, ihre Mitglieder und Projekte kennenzulernen! Das Programm und die Termine sämtlicher Führungen und Angebote finden Sie hier, einen Lageplan hier.



Potsdamer Tag der Wissenschaften

In diesem Jahr beteiligt sich das Theodor-Fontane-Archiv erstmals am Potsdamer Tag der Wissenschaften, der am Samstag, den 13. Mai von 13 bis 20 Uhr stattfinden wird. Gemeinsam mit mehr als 35 Hochschulen, Schulen und Forschungseinrichtungen Brandenburgs präsentieren wir im Wissenschaftspark Potsdam-Golm unseren Arbeitsalltag jenseits der Archivmauern. Das umfangreiche Programm ist unter https://www.potsdamertagderwissenschaften.de/zu finden.

Natürlich möchten wir besonders nachdrücklich auf das Angebot des Fontane-Archivs hinweisen: Unter dem Titel »Geburtstags-Verse ein ganzes Schock« stellen der Leiter des Archivs, Herr Prof. Dr. Peer Trilcke, und sein Kollege Prof. Dr. Fabian Lampart um 16 Uhr die Potsdamer Forschung zur Literatur des 19. Jahrhunderts und das Fontane-Jahr 2019 vor. Der Vortrag findet im MPI-Zentralbau, Seminarraum Z-1.053A/Z-1.052 statt.

Der Eintritt zu sämtlichen Veranstaltungen ist frei. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.



Zahlreiche Briefe Fontanes erworben

Gleich zwei umfangreiche Briefkonvolute Fontanes hat das Theodor-Fontane-Archiv im März 2017 aus Privatbesitz erwerben können. Ein weiterer Brief Fontanes kam als Schenkung ins Archiv. Mit einem Brief Anton von Werners kehrt ein Stück aus dem Vorkriegsbestand ins Archiv zurück. Damit kann das Theodor-Fontane-Archiv seine Sammlung − die weltweit größte Sammlung von Fontane-Briefen − um weitere wertvolle Schreiben ergänzen.

Das erste Konvolut umfasst zehn ausführliche und inhaltsreiche Briefe Fontanes, die an seinen langjährigen Freund, den Fabrikanten und Politiker Friedrich Witte (1829‒1893) gerichtet sind. Fontane und Witte lernten einander 1849 als Angestellte einer Apotheke in Berlin kennen ‒ ein Beruf, den keiner von beiden als seine Berufung betrachtete. Entsprechend forderte Fontane am 1. November 1850 Witte dazu auf, »sich mit gutem Humor in das Unvermeidliche einer pharmaceutischen Schandkneipe […] zu finden«. Durch das gemeinsame Interesse für die Literatur entwickelte sich im Folgenden ein intensiver brieflicher Austausch. Das erworbene Konvolut ergänzt die Witte-Sammlung des Archivs um bedeutende Stücke.

Völlig unbekannt war bislang das zweite Konvolut mit sieben Briefen Fontanes, deren Adressat der Münchner Jurist und Literaturliebhaber Franz Xaver Riss (1869‒1960) ist. Riss schrieb zwischen 1894 und 1898 in verschiedenen süddeutschen Zeitungen über Fontane, wodurch dieser auf ihn aufmerksam wurde. Über die erste dieser Besprechungen urteilte Fontane, er habe »nie was Besseres d.h. das Wesen einer Schriftstellerpersönlichkeit Treffendes gelesen, als diese«. Die Briefe wurden in Heft 102 der Fontane Blätter von Nina Rodenhauser, einer Urenkelin von Riss, veröffentlicht.

Unter den Einzelstücken befindet sich ein Schreiben des Malers und Akademiepräsidenten Anton von Werner (1843‒1915) vom 25. September 1876, verfasst nachdem dieser Fontanes Demissionsschreiben als Erster Sekretär der Königlichen Akademie der Künste erhalten hatte: »Übrigens wünschte ich, daß die Akademie […] auch bald – auf mich selbst verzichten möchte! Seit 3 Tagen bin ich hier, aber noch nicht in mein Atelier, geschweige denn an’s Malen gekommen […].«





Über Erweiterungen unserer Sammlungen informieren wir auch in den Fontane Blättern.

Die laufenden Bibliographien (Primär- und Sekundärliteratur) aus den Heften 53/1992 bis 100/2015 finden Sie hier.